Data2Resilience

Sensation Walks

Expertengeführte Klimaspaziergänge erleben

Selbständige Erkundungen durchführen

Begleitete Sensation Walks in Dortmund: Sommer 2023

Im Sommer 2023 organisierte das Quartiersmanagement Nordstadt der Stadt Dortmund mehrere „Quartiersgespräche zum Thema Klimafolgenanpassung und Grün“. Diese Treffen beinhalteten geführte Spaziergänge durch verschiedene Quartiere der Nordstadt, bei denen Experten aus den Bereichen Klimaanpassung und Grundstücksentwässerung ihr Wissen teilten.

Expertenbeteiligung und Messungen

An diesen Spaziergängen nahmen auch Mitarbeiter des Data2Resilience-Projektes teil und informierten über die bestehenden Mikroklimate vor Ort. Es wurden biometeorologische Messungen durchgeführt und sowohl die tatsächliche Lufttemperatur (gemessene Temperatur) als auch die gefühlte Temperatur erfasst. Die gefühlte Temperatur berücksichtigt Faktoren wie Luftfeuchtigkeit und Strahlungswärme und gibt somit ein realistisches Bild davon, wie heiß es sich tatsächlich anfühlt. Diese Messungen zeigten Unterschiede zwischen Straßen- und Grünflächen auf und verdeutlichten den positiven Einfluss von Grünflächen auf das städtische Mikroklima.

Beispielhafte Messergebnisse

Spaziergang am Borsigplatz (29.06.2023):

  • Robertstraße: 24.6°C gemessen, 27.7°C gefühlt
  • Begrünter Innenhof: 25.9°C gemessen, 26.3°C gefühlt

Spaziergang am Hafen (13.07.2023):

  • Feldherrnstraße: 23.3°C gemessen, 24.8°C gefühlt
  • Begrünter Innenhof: 22.6°C gemessen, 19.4°C gefühlt

Spaziergang am Nordmarkt (07.09.2023):

  • Braunschweiger Straße: 30.1°C gemessen, 32.9°C gefühlt
  • Garten: 29.5°C gemessen, 31.7°C gefühlt

Fazit und Ausblick

Diese Messungen unterstreichen, wie bedeutend städtische Grünflächen für die Verbesserung des Stadtklimas sind. Um Dortmund zukunftsfähig und widerstandsfähiger gegenüber Hitze zu gestalten, sollten Begrünungsmaßnahmen intensiviert werden. Die begleiteten Sensation Walks boten eine wertvolle Gelegenheit, dieses Wissen direkt an die Bürger zu vermitteln und sie für die Bedeutung von Grünflächen zu sensibilisieren.

Erleben Sie die Klimatope Dortmunds durch einen privaten Sensation Walk

Übersicht der Informationsstandorte (Klimatope 0-11) des Sensation Walks

Entdecken Sie die vielfältigen Klimabedingungen Dortmunds auf eine einzigartige Weise! Der Sensation Walk führt Sie von der Innenstadt über das Kreuzviertel und die Westfalenhallen bis zum Phönixsee. Sie können den Walk ganz flexibel alleine zu Fuß oder mit dem Fahrrad absolvieren und dabei Wissenswertes über die Klimatope unserer Stadt erfahren.

So funktioniert’s:

  1. App herunterladen: Laden Sie die App „Actionbound“ auf Ihr Smartphone.
  2. QR-Code scannen: Scannen Sie den hier beigefügten QR-Code, um den „Sensation Walk Dortmund“ zu starten.
  3. Starten: Geben Sie einige Informationen zu Ihrer Person an (Alter, Kleidung, etc.) und beginnen Sie Ihren Walk in der Museumsgasse in der Innenstadt. 

Was erwartet Sie:

  • Interaktive Stationen: Die App leitet Sie durch verschiedene Standorte, an denen Sie QR-Codes scannen und Informationen zu klimatologischen Messgrößen wie der Beaufort-Skala (Windstärke) und den Local Climate Zones (Lokale Klimazonen) erhalten.
  • Standortinformationen: Erfahren Sie interessante Fakten über die geographischen und historischen Hintergründe der Standorte.
  • Daten beitragen: Helfen Sie uns, indem Sie Ihre Wahrnehmung der Klimabedingungen mitteilen. Ihre Angaben unterstützen die Stadtklimaforschung und die Planung zukünftiger Maßnahmen gegen Hitze.

Warum mitmachen?

Der Sensation Walk bietet Ihnen die Möglichkeit, Dortmunds Klima eigenständig und in Ihrem eigenen Tempo zu erkunden. Ihre Teilnahme trägt direkt zur Forschung bei und hilft uns, das Klima in Dortmund besser zu verstehen, Klimaanpassungsstrategien zu verbessern und die Hitzeresilienz der Stadt zu stärken.

Seien Sie dabei und gestalten Sie die klimaresiliente Zukunft Dortmunds aktiv mit!

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Data2Resilience

Data2Resilience ist ein Forschungsprojekt der Ruhr-Universität Bochum und Leibniz Universität Hannover. Gefördert wird das Projekt durch den ICLEI Action Fund 2.0 und Google.org.